CanSat-Wettbewerb
Mit der Getränkedose hoch hinaus und dabei alle Phasen einer realen Raumfahrtmission erleben: Die Öffentlichkeitsarbeit, Projektplanung und Finanzierung durch Sponsoren durchlaufen, einen Minisatelliten planen, entwickeln und bauen und den Start des eigenen Satelliten gebannt miterleben, um später eigene Forschungsergebnisse zu erhalten.
Das alles ist CanSat!

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Aktuelles
Zum Abschluss der Wettbewerbswoche werfen wir einen Blick zurück auf die Startkampagne des Deutschen CanSat-Wettbewerbs 2025/26 in Bremen.
Vom 9. bis 13. März 2026 wurde die „City of Space“ zum Zentrum der Nachwuchsraumfahrt: Zehn Schulteams aus ganz Deutschland präsentierten ihre selbst entwickelten Minisatelliten – sogenannte CanSats, kaum größer als eine Getränkedose. Von der ersten Idee über Konstruktion und Programmierung bis hin zu Tests und Missionsplanung lag das gesamte Projekt in den Händen der Schülerinnen und Schüler.
Ein Höhepunkt der Woche war der Raketenstart am Flugplatz Rotenburg (Wümme): Aus rund 700 Metern Höhe begannen die CanSats ihren Sinkflug, sammelten Messdaten und führten ihre individuellen Missionen durch. Im Anschluss werteten die Teams ihre Ergebnisse aus und präsentierten diese vor einer Fachjury aus Wissenschaft und Industrie. Dabei zeigte sich eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft, Kreativität und technisches Verständnis in den Projekten steckt – von Umweltanalysen über nachhaltige Materialien bis hin zu energieeffizienten Systemen.
Neben dem Wettbewerb standen vor allem der Austausch und das gemeinsame Lernen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden gewannen wertvolle Einblicke in die Raumfahrtpraxis, knüpften Kontakte zu Expertinnen und Experten und entwickelten wichtige Kompetenzen für ihre Zukunft.
Beteiligt waren die Teams Altus 3002, Polaris CanSat, Zetrons CanSat, CanSat Odyssey, Grace CanSat, CanSatenten HGV, AeroSat ASL, Echo CanSat, Phoenix CanSat und Delta V Team.
Der Wettbewerb wurde von ESERO Germany (European Space Agency) gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Forschung und Raumfahrt umgesetzt, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Hochschule Bremen, das ZARM, die Ruhr-Universität Bochum sowie Unternehmen wie OHB, ArianeGroup, CGI Deutschland und weitere Akteure der Raumfahrtbranche.
Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Teams finden Sie unter www.cansat.de.
Der Wettbewerb
Der deutsche CanSat-Wettbewerb begeistert seit 2014 Schüler:innen aus ganz Deutschland für die Raumfahrt. In Zusammenarbeit mit Unternehmen und Institutionen aus Industrie und Forschung wird dabei alljährlich zehn ausgewählten Schulteams die spannende Aufgabe gestellt, einen eigenen Minisatelliten in der Größe einer Getränkedose zu bauen.

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Ein CanSat-Team besteht aus mindestens vier Jugendlichen ab 14 Jahren und einer betreuenden Person. Der Satellit soll dabei zwei Aufgaben erfüllen: In der Primärmission soll er den Luftdruck und die Temperatur messen. In der Sekundärmission können die Teams eine eigene wissenschaftliche oder technische Mission umsetzen. Diese selbst entwickelten Aufgaben reichen von der Messung der Luftqualität bis hin zur Detektion von Wasserflächen mit Hilfe von Infrarotsensoren. Aber auch technische Problemstellungen sind möglich. So erprobte ein Team die Stromerzeugung mit Hilfe von Rotorblättern während des Flugs.
Doch die Konstruktion des Satelliten ist nicht die einzige Herausforderung für die Teams. Zusätzlich lernen sie, ihren Projektfortschritt in die Öffentlichkeit zu bringen, eine Projekt- und Finanzplanung durchzuführen und ihre Ergebnisse in Projektberichten festzuhalten. Dadurch sammeln die Schüler:innen während des sechsmonatigen Projekts wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse, die ihnen in der Schule, im Studium oder im Berufsleben von Nutzen sein können. Unterstützt werden die Teams durch die fachkundige Jury und technische Betreuung sowie durch einen einführenden Workshop für die beteiligten Lehrkräfte.
Besonderes Highlight des Wettbewerbs ist die Startkampagne in Bremen, bei der die CanSats mit einer Rakete in eine Höhe von einem Kilometer gebracht werden und beim Fall zurück auf den Boden ihre Missionen durchführen. Zusätzlich erhalten die Teams einen Einblick in die Raumfahrtindustrie und -forschung Bremens.
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